Mit konkreten Schritten zur Vision

Pfade des Gelingens – Illustriert von Daniela Waser

Um die Vision Donau-Böhmerwald 2040 konkreter und greifbarer zu machen, wurden die zentralen AkteurInnen der Region am zweiten Workshoptag gebeten, gemeinsam kurzfristige (bis 2020), mittelfristige (bis 2025) und langfristige (bis 2040) Schritte der Realisierung zu definieren. Diese Schritte orientieren sich an den acht Themenbereichen der Vision:

Lesen Sie hier den ersten der acht Teilbereiche (der gesamte Bericht umfasst 7 Seiten und Sie können diese hier als pdf herunterladen):

Werte und Lebensformen

Bis 2020 werden zahlreiche Projekte und Initiativen aus Zivilgesellschaft, Politik, Organisati-onen und der Wirtschaft darauf abzielen, generationenübergreifendes Leben und ein diesbezügliches Lernen voneinander zu fördern. Werte wollen auf diese Weise von Generation zu Generation weitergegeben werden, Erfahrungen geteilt werden. In diesem Sinne sollen auch Förderungen für den öffentlichen Wohnbau insbesondere bei generationenübergreifendem Wohnen und Gemeinschaften ausgeschüttet werden.

Mittelfristig (bis 2025) werden Wirte Steuerbegünstigungen erhalten, wenn sie sich ökologischen Kriterien verschreiben und bei ihrem Einkauf auf regionale Produkte fokussieren. Die Wirthauskultur wird die Aufgabe übernehmen, gesellschaftlichen Gesprächen Raum zu bieten, Kultur zu leben und Toleranz zu üben. Auch die Marktplätze sind bis dahin so gestaltet, dass sie als offene Räume dienen können, um Vereinen, Initiativen, Projekten etc. zu beflügeln und einen regen Austausch zwischen diesen zu ermöglichen. Sogar Förderungen sollen an jenes Beleben eines offenen und toleranten Austausches (als Dienst an der Gemeinschaft) geknüpft werden. Für jene Geschäfte, die sich auf ein rein internationales Handelsgeschäft konzentrieren, ohne dabei auf die regionalen Besonderheiten und Bedürfnisse Acht zu geben, werden mittelfristig mit einer besonderen Steuerbelastung zu rechnen haben. Hingegen sollen die Lohnnebenkosten für all jene Unternehmen sinken, die den regionalen Herausforderungen Lösungen bieten können und ihr Tun auch in den Dienst eines gemeinsamen und ökologisch achtsamen Umgangs stellen.

Längerfristig ist es für den Wandel von Werten und Lebensformen von besonderer Bedeutung, dass mehr kultureller Austausch und gegenseitige Toleranz erfahren, erlebt und gelebt wird. Zu diesem Zwecke sollen bis 2040 die Weichen dann so gestellt sein, dass alle Jugendlichen bis zu ihrem 20. Lebensjahr einiges ihrer Lebenszeit bereits in anderen Kulturen verbracht haben. Die Kulturen kommen sich auf diese Weise näher und Missverständnissen wird dadurch vorgebeugt. Das Fremde wird zum Vertrauten und somit zu einem Teil der Kultur DBWs. Dieser Austausch wird von Industrie und Wirtschaft bezahlt, da sie den Wert in dieser Charakterbildung erkannt haben und später für sich (und die Gesellschaft) nützen können.

Download des vollständigen Berichts zum Weiterlesen.

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