Der LebensKlima-Ansatz in der Theorie

Wir gehen davon aus, dass die übergeordnete Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung eine hohe Lebensqualität für alle Menschen jetzt und in Zukunft ist. Daher stellen wir die Lebensqualität und ihre Faktoren in den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Ausgangspunkt des LebensKlima-Ansatzes ist dabei die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse zur Erreichung einer hohen Lebensqualität – ohne dabei auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben. Bedürfnisse verstehen wir als fundamentale Dimensionen menschlicher Entwicklung und nicht – wie oft im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet – als oberflächliche Wünsche.

Bedürfnisse können meist mit unterschiedlichen Strategien erfüllt werden: Das Bedürfnis nach Identität oder Freiheit kann beispielsweise mit dem Besitz eines Motorrades mit dem man am Wochenende durch die Gegend fährt oder aber indem man mit FreundInnen wandern geht, befriedigt werden. Während ersteres normalerweise mit einem großen Ressourcenverbrauch verbunden ist, kommt zweiteres einer nachhaltigen Strategie viel näher. Strategien können sich also deutlich in ihrem Ressourcenverbrauch (Material, Fläche, Wasser, Energie) unterscheiden, was sie mehr oder weniger nachhaltig macht.

Mit der Wahl unserer Strategien können wir also mehr oder weniger Ressourcen verbrauchen, was sich auf die Entwicklung unseres Planeten auswirkt. Je nachdem, wie wir uns verhalten, also welche Strategien wir anwenden, entnehmen wir verschiedenen Regionen der Erde mehr oder weniger Ressourcen.

Damit verändern wir einerseits die Rahmenbedingungen innerhalb derer wir uns bewegen und andererseits die uns und den nächsten Generationen zur Verfügung stehenden Ressourcen und Verwirklichungschancen – was geänderte Voraussetzungen für die Auswahl unserer neuen Strategien mit sich bringt. Durch die Wahl der Strategien wird also nachhaltige Entwicklung ermöglicht oder untergraben.

Wie das konkret funktioniert, können Sie im nächsten Abschnitt “Der LebensKlima-Ansatz in der Praxis” nachlesen.