Voi Lebm – die Broschüre zur Vision 2040

Die Broschüre gibt’s nun auch zum Herunterladen als pdf.

Während sich das EU-Projekt GLAMURS seinem Ende entgegenneigt, hat die Arbeit an der Realisierung der Vision Donau-Böhmerwald gerade erst begonnen. Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung des Projekts am vergangenen Mittwoch im Putzleinsdorfer Pfarrsaal (lesen Sie hier den diesbezüglichen Tips-Presseartikel) wohnten rund 70 interessierte Gäste der Staffelübergabe an das Kernteam bei. Diese rund 15 engagierten Damen und Herren haben sich zu diesem Anlass vorgestellt und alle Anwesenden sogleich zur aktiven Mitarbeit eingeladen: im Stile eines World Cafès wurden auf acht Thementischen von den jeweiligen Zuständigen des Kernteams die zentralen Bereiche der Vision vorgestellt. Anschließend wurde anhand verschiedener Fragen diskutiert. Eine intensive Stunde sorgte so bereits für einen fruchtbaren Austausch weit über das Kernteam hinaus.

Zuvor hat das externe wissenschaftliche BegleiterInnen-Team – Ines Omann, Paul Lauer und Mirijam Mock vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig – die zentralen Ergebnisse des EU-Projekts vorgestellt (siehe Broschüre). Wolfgang Mader (Otelo eGen) hat dann durch den weiteren, interaktiven Teil des Abends geleitet.

Es war uns eine große Freude, die Region ein Stück weit ihres Weges begleiten zu dürfen. Wir sind zuversichtlich, dass es dem Kernteam gelingen wird, die Vision weiter- und auch nach außen zu tragen. Wir werden von der Glücksmodellregion Donau-Böhmerwald also noch viel hören!

Die Broschüre “Voi Lebm” kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Das Kernteam und die externen BegleiterInnen bei der Abschlussveranstaltung des EU-Projekts.

Zeitungsartikel-Serie zur Glücksmodell-Region

Die Glücksmodell-Region in der Regionalzeitung Tips

Zu einem besonders lebenswerten Fleckchen soll die Region Donau-Böhmerwald (DBW) werden. Dazu haben engagierte Leute sich zusammengesetzt, ihre Kräfte gebündelt und eine Vision DBW 2040 erstellt. Unter dem Motto „Voi Lebm“ werden Wege aufgezeigt, die eine nachhaltige Lebensweise und damit die Lebensqualität fördern sollen. Die Regionalzeitung Tips stellt diese Pfade des Gelingens in den nächsten Wochen bis zur Schlusspräsentation des europaweiten Projektes vor. Hier können Sie die jeweiligen Artikel als PDF herunterladen:

Voi Lebm – erste Schritte des Kernteams

Factsheet rund um das neue Kernteam und die Partizipationsmöglichkeiten

In den vergangenen Wochen hat sich in der Reagion Donau-Böhmerwald ein Kernteam aus rund 15 Personen zusammengefunden, um die lokal entwickelte Vision Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen, Aufgabe des Kernteams ist die Verankerung der Vision „LebensKlima Donau-Böhmerwald 2040“ in den acht Themenbereichen. Das Kernteam will die Vision konkretisieren und mit anderen regionalen nachhaltigen Projekten und Prozessen abstimmen und vernetzen.

Hierzu gibt es ein Factsheet, auf dem kurz und prägnant die wichtigsten Informationen rund um dieses Vorhaben erläutert sind (hier gehts zum Download als pdf).

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Vision der Jugend – World Café im Jugendzentrum Rohrbach

Austausch zum Thema “Ernährung” – Foto: Paul Lauer

Die Vision Donau-Böhmerwald 2040 wird nur dann ihre volle Kraft entwickeln können, wenn diese auch von der Jugend mitgetragen und erweitert werden kann. Um einen ersten tatkräftigen Schritt in diese Richtung zu setzen, hat das LEADER-Büro gemeinsam mit dem Jugendzentrum s’Haven Rohrbach und dem GLAMURS-Projekt im Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit einen gemeinsamen Abend organisiert: „Ein gutes Lebensklima? Ein Abend für unsere Region Donau-Böhmerwald“.

Social Media Reporterin Lisa Bauchinger, die den Abend im Rahmen der “Aktionstage Nachhaltigkeit” begleitet, beschreibt die Eckpunkte der Veranstaltungen folgendermaßen:

„Im Rahmen eines World Cafés, einer Workshop-Methode, die es einer größeren Anzahl an Menschen ermöglicht sich in Kleingruppen über ihre Sichtweisen und Ideen auszutauschen, wurden Jugendliche aus Rohrbach eingeladen über das Thema Nachhaltigkeit und ihre Bedürfnisse und Ansprüche an eine nachhaltige Zukunft zu diskutieren. Eine wichtige Frage an die Jugendlichen war, wie sich die Region entwickeln müsste, damit sie auch für die Jungen attraktiv ist und somit leben und arbeiten im ländlichen Raum wieder ansprechend macht. Für das Team des EU-Projekts GLAMURS ist es wichtig, neben zahlreichen Ideen und Meinungen von Erwachsenen, auch die Perspektiven der neuen Generation einzuholen, um das Bild zukünftiger Visionen in der Region abrunden zu können.“

Einige Jugendliche aus der Region sind der Einladung gefolgt und beteiligten sich lebhaft an den Diskussionen über die zentralen Themen des Abends: Ernährung, Konsum und Mobilität. Viele der zuvor von Klaus Diendorfer (LEADER Geschäftsführer), Moritz Kammerlander und Paul Lauer (wissenschaftliche Mitarbeiter des GLAMURS-Projekts) vorgestellten Ideen aus der zuvor regional erarbeitenden Vision wurden aufgegriffen, diskutiert und erweitert.

Um einen möglichst persönliche Einblick in die jeweiligen Perspektiven der Jugendlichen zu gewinnen, wurde der Austausch in den drei Bereichen Ernährung, Konsum und Mobilität durch die folgenden drei Leitfragen strukturiert:

  • Was motiviert mich ressourcenschonend zu leben?
  • Was muss Politik machen damit ressourcenschonende Lebensweisen leichter gelingen?
  • Wie wird es sichtbar und was kann ressourcenschonendes Leben langfristig bewirken?

So konnte die Vision Donau-Böhmerwald 2040 bereits um eine Vielzahl (jüngerer) Stimmen bereichert werden. Diese haben gezeigt, dass auch die jungen Generationen sehr an einer Reduzierung der Umweltbelastungen interessiert ist. Entschleunigung und Stressabbau werden auch von ihnen zum Thema gemacht und der Wille zu einer Wiederverwertung und gemeinsamen Benutzung von Gegenständen und Transportmittel ist bereits da. Sie teilen sowohl den Wunsch nach regional und biologisch-produzierten Lebensmitteln als auch die Sorge um die eigene Gesundheit im Kontext von derzeitigen Produktionsmethoden und Chemikalien.

Als Motivation für ein (regionales) Umdenken Im Bereich der Ernährung wurden außerdem beispielsweise der Tierschutz, der bessere Geschmack von biologisch-produzierten Lebensmittel und eine gesteigerte Wertschätzung von Essen im Allgemeinen genannt. An die Politik richten sich diesbezüglich unter anderem jene Aufforderungen, genmanipulierte Lebensmittel zu verbieten, Wochenmärkte stärker zu unterstützen und den Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu überdenken. Erst wenn das „Bauernsterben“ ein Ende habe, sich das lokale Produzieren gesunder Lebensmittel wieder rentiere und weniger Lebensmittel im Müll landen (müssen), wird für sie eine positive Veränderung sichtbar.

Im Bereich Konsum geht es ihnen um einen reduzierten Ressourcenverbrauch und weniger Abfallproduktion. Der Gedanke an Kinderarbeit (insbesondere in der Textilbranche), das “Meer an (unserem) Elektromüll” in afrikanischen Ländern und der „Konsumzwang” motivieren die jungen TeilnehmerInnen des Abends. Sie wollen mehr Bewusstseinsbildung von der Politik, bessere/umweltverträglichere Gesetze und ein Vorgehen gegen eine bewusst-herbeigeführte verkürzte Lebensdauer von Produkten („geplante Obsoleszenz“). Erst die durchwegs sinnvolle Verwendung von (reduziertem) Abfall und ein merkbarer Umgang des übertriebenen Konsumverhaltens wären für sie Anzeichen einer erfolgreichen Politik.

Und im Kontext der Mobilität motiviert sie der Gedanke, dass eine Reduktion sowohl Stress minimieren kann als auch der Gesundheit förderlich ist. Wenn schon früh damit angefangen wird, könne man sich an die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und an Fahrgemeinschaften leicht gewöhnen und viele Vorteile daraus gewinnen. An die Politik wird appelliert, das öffentliche Verkehrsnetz deutlich auszubauen und gleichzeitig billiger anzubieten, ergänzend günstige „Ortstaxis“ zu fördern und ganz grundsätzlich den Elektrobetrieb aller Fahrzeuge voranzutreiben. Deutlich weniger Autos auf den Straßen, weniger verbaute Flächen und weniger Unfälle wären für sie sichtbare Anzeichen dafür, dass die gesetzten Maßnahmen fruchten.

Nach diesen anregenden Diskussionen klang der Abend bei köstlichem regionalen Essen und Musik in sehr gemütlicher Atmosphäre aus. Wir würden uns freuen, wenn Lisa Bauchinger auch mit den folgenden Zeilen ihrer Reportage Recht behält:

“Nach einem erfolgreichen Diskussionsabend, nehmen sich viele so manch angesprochene Missstände zu Herzen und wollen im eigenen Alltag mehr auf ihr Verhalten achten und sich umweltschonender ernähren, konsumieren und fortbewegen bzw. für eine nachhaltige Entwicklung engagieren.”